Vielfalt am Arbeitsplatz bedeutet eine Vielfalt des Denkens, die Entwicklung neuer Ideen und Arbeitsweisen. Grossunternehmen wie Glencore haben verstanden, dass eine vielfältige Belegschaft das Unternehmen weiterbringt und setzen daher aktiv auf die Förderung von «Diversity».

155’000 Mitarbeitende in über 50 Ländern

«155’000 Mitarbeitende, 150 Standorte in über 50 Ländern. » Das sind die Zahlen die Glencore auf seiner Webseite nennt. Allein an seinem Hauptsitz in Baar, im Kanton Zug, vereint der Schweizer Rohstoffkonzern über 54 Nationen – und dies obwohl die Mehrheit der Mitarbeitenden Schweizerinnen und Schweizer sind. Glencore ist in der Produktion und Vermarktung von Rohstoffen wie Metallen und Öl tätig. Das Leistungsspektrum des Unternehmens umfasst den Abbau von Rohstoffen, die Veredelung, den Transport, Lagerung bis hin zum Verkauf. Entsprechend vielfältig sind auch die Berufsprofile der Mitarbeitenden: Bergbauarbeiter, Maschineningenieure, Logistiker, Fahrer, IT-Spezialisten, Trader.

Frauen im Bergbau?

Soweit, so gut. Wie sieht es aber mit dem Geschlechterverhältnis aus? Schliesslich gilt der Rohstoffsektor gemeinhin als Männerdomäne. «Es ist wahr, dass das Geschlechterverhältnis insgesamt noch nicht ganz ausgeglichen ist», so Gerda Schwindt, Human Resource Managerin von Glencore. «Über die Gruppe gesehen hat Glencore zurzeit einen Frauenanteil von 17%. Im Marketing sind es etwas mehr als 40%. » Vor allem im Bergbau gäbe es einen Mangel an weiblichen Fachkräften, sagt sie. Um diese Lücke zu schliessen, hat Glencore in Mount Isa, Australien, 2016 das Mentoring-Programm «Girls in Mining» ins Leben gerufen.

Das Projekt unterstützt Schülerinnen aus der Region Mount Isa bei ihrer Berufswahl. Während sechs Monaten werden junge Sekundarschülerinnen von Glencore-Mitarbeiterinnen, die selbst im Bergbau tätig sind, durch die verschiedensten Funktionen geführt. «Es ist wichtig Frauen darin zu bestärken, dass sie in jedem Sektor spannende Berufsperspektiven haben», ist Gerda Schwindt überzeugt. Seit der Einführung 2016 haben 25 junge Frauen am Mentoring-Programm «Girls in Mining» teilgenommen.

Berufliche Integration ethnischer Minderheiten

In Kanada hat Glencore ein Ausbildungsprojekt für Inuit, eine in Nunavik lebende indigene Völkergruppe, initiiert. Zwei Jahre lang werden die teilnehmenden Inuit zu Bergbaumitarbeitenden ausgebildet. Nach Abschluss der Ausbildung erhalten sie eine Festanstellung in Glencores Nickelmine Raglan, im Norden Kanadas. «Als ich meine Ausbildung angefangen habe, hätte ich nie gedacht, dass ich so lange bleiben würde. Aber je länger ich hier arbeite, desto besser gefällt es mir. » sagt Samwillie Grey Scott. Er bildet mittlerweile selber Inuit-Lehrlinge in Raglan aus.

Die Ausbildung von Inuit ist nicht das einzige Projekt, das Glencore lanciert hat, um die berufliche Integration von ethnischen Minderheiten zu fördern. 2016 wurde Glencore an den Queensland Resources Council Indigenous Awards mit dem renommierten «Best Company Indigenous Employment and Training Award» ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt Glencores «North Queensland Indigenous Employment Program» in Australien.

Von Jaclyn Cutler, HR-Mitarbeiterin bei Glencore


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