Wie geht es Ihnen, wenn Sie morgens die Zeitung aufschlagen und die vielen negativen Nachrichten lesen? Wie reagieren Sie, wenn eine Person Ihnen ein schönes Kompliment macht? Und was empfinden Sie, wenn Ihre Arbeit kritisiert oder hinterfragt wird? Alles, was wir erleben, löst eine emotionale Reaktion in uns aus. Die Frage ist, ob wir diese bewusst wahrnehmen und wie wir damit umgehen.

Besonders in kritischen Situationen ist es entscheidend, ob wir unsere Gefühle richtig einordnen können. Emotional kompetente Menschen sind sich ihrer Emotionen bewusst und können angemessen mit ihnen umgehen. Es fällt ihnen leicht, ihre Gefühle mitzuteilen und sich anderen Menschen wohlwollend und empathisch zuzuwenden.

Emotionen im Beruf
Emotionen gelten gerade im beruflichen Kontext oft als unprofessionell. Doch auch wenn sie nicht offen gezeigt werden, sind sie da. Wir tun zwar meist so, als würde es uns gut gehen. In der Tat fühlen wir uns aber ganz anders. Das kostet Energie, steigert das Stressempfinden und lässt uns weniger produktiv sein.

Ein bedachter Umgang mit Gefühlen ist deshalb entscheidend. Dieser schützt vor Stress, verhilft zu mehr Zufriedenheit und verbessert die zwischenmenschlichen Beziehungen. All diese Faktoren sind für eine gute Zusammenarbeit und den beruflichen Erfolg wichtig.

Emotionale Kompetenz kann trainiert werden
Wie also kann ich meine emotionale Kompetenz verbessern? Ein erster und der wohl wichtigste Schritt umfasst, sich seinen eigenen Gefühlen bewusst zu werden. Es gibt eine schöne Metapher dafür: Verlassen Sie immer wieder die Tanzfläche des Lebens und gehen Sie auf den Balkon, um das Geschehen von oben zu beobachten. Fragen Sie sich, was fühle ich gerade? Welche Bedürfnisse habe ich? Was triggert mich?

In einem zweiten Schritt geht es darum, emotionale Situationen zu managen. Oft reagieren wir aus einem Impuls heraus, ohne zu reflektieren. Wenn wir es schaffen, einen Moment innezuhalten, bevor wir reagieren – also auf den Balkon zu gehen – gelingt meist eine passendere Antwort.

Zudem ist es wichtig, dass wir lernen, auch negative Gefühle wahrzunehmen, auszuhalten und in einer Form mittzuteilen, die konstruktiv ist. Meistens hilft es, wenn wir aus der eigenen Perspektive in einer ICH-Botschaft kommunizieren. Die Aussage «Ich fühle mich gerade nicht richtig verstanden und habe das Gefühl, dass du mir gar nicht genau zuhörst» birgt viel weniger Konfliktpotential als eine Verallgemeinerung, wie «Nie hörst du mir zu, du verstehst mich einfach nicht».

Sie werden sehen, die Herausforderung besteht nicht im Verstehen dieser Impulse, sondern in deren Anwendung. Auch hier gilt: Übung macht den Meister beziehungsweise die Meisterin.


 

CC Studio GmbH – Coaching & Consulting
Wir sind Caroline und Chantal Rampone. Coaching ist unsere Leidenschaft. Das Wohlergehen von Menschen in der Arbeitswelt zu fördern, ist unsere Mission. Strukturiert und zielorientiert, mit viel Feingefühl und Leichtigkeit, kreieren wir einen vertrauensvollen Raum für neue Perspektiven, Erkenntnisse und Handlungsoptionen. Wir stärken Ihre Selbstwirksamkeit, fördern Ihre persönliche Entwicklung und Entfaltung für mehr Lebensqualität.

Mehr erfahren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

0 0 votes
Article Rating

Abo WIB in deinem Postfach Jetzt abonnieren
Die nächste WOMEN IN BUSINESS Ausgabe wird am 16.05.2024 lanciert

×
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x